In
der Regel bestimmen selektive Wahrnehmung, Fragmentinformation und Vorurteile,
in westlichen Medien, das verzerrte Bild der heutigen Iranerin.
Inwieweit sich dieses so präsentierte Image mit der derzeitigen
Realität der Frauen in Iran, deckt, und ob die vermittelte Information
der dynamischen Entwicklung von Frauen in Iran, wie sie wirklich ist,
entspricht – sollte hinterfragt werden.
Was wissen wir wirklich voneinander und wie erfahren wir das Wenige
was uns hier erreicht?
Dabei haben Frauen in Iran in den letzten Jahrzehnten, trotz gesellschaftlichen
Einschränkungen wesentliches Terrain im Bereiche der Wissenschaft
und der Kultur gewonnen. Sie haben ihren Platz in der Gesellschaft erobert,
was alles andere als leicht gewesen ist!
Frauen in Iran sind heute Protagonistinnen der gesellschaftlichen Veränderung.
Mit ihren bedachten und sensiblen Bemühungen haben sie ein bodenständiges
Modell der möglichen zivilgesellschaftlichen Veränderung,
für Iran der Zukunft, erarbeitet. Mehrheitlich geht es um Bemühungen
von Anwältinnen, Schriftstellerinnen, Filmemacherinnen und Journalistinnen.
Dies ist sichtbar und trägt das Qualitätssiegel der neuen
iranischen Frauenbewegung.
Wie ist das zeitweilig paradoxe Bild der Perserin,wenn überhaupt,
zu verstehen? Die Darstellung dieser hochinteressanten Entwicklung ist
das Thema der vorliegenden Tagung, des Symposions „Frauen in Iran,
heute - zwischen Tradition und Partizipation - State of the Art“.
Im Europäischen Jahr des Interkulturellen Dialoges soll zum besseren
Verständnis dieser Situation durch Präsentation von hochkarätigen
Protagonistinnen, diese Entwicklung dargestellt und der aktuelle Stand
der gesellschaftlichen Rolle von Frauen in Iran, heute, erörtert
werden.